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Dienstag, 18. Dezember 2012

17. Tag: Okavango-Delta - Maun

Um 3 Uhr wurden wir heute aus dem Schlaf gerissen. Mächtige Donnerschläge und Regentropfen, die zunächst zum Glück nur im Baum landeten, ließen draußen hektische Betriebsamkeit aufkommen. Wir hatten gestern angesichts dicker Wolken schon alles regensicher gemacht. Es war ein mächtiger Guss, aber er hielt nicht lange an. Am Morgen machten wir uns zu fünft auf eine kleine abschließende Wanderung und hatten sogar das Glück, einige Zebras relativ nah zu sehen. Nach dem Frühstück fuhren wir dann mit den Mokoros - diesmal ohne Hippo - und später dem Mercedes-Truck wieder nach Maun. Dort gab es Mittag, und so langsam stieg unsere Aufregung. Heike und ich hatten uns nämlich entschlossen, mit fünf anderen einen Delta-Rundflug zu unternehmen.

Diese 50 Minuten am Nachmittag versöhnten mich völlig mit dem Delta. Es ist einfach unglaublich, wie sich die Landschaft aus der Vogelperspektive darbietet. Die Kanäle zuweilen ausgeprägt wie ein Arteriengeflecht, dann wieder große Wasserflächen. Wenngleich die, wie unser Pilot Paul sagte, im hiesigen Winter deutlich ausgeweitet sind. Dafür hätten wir jetzt das schönste Grün im Jahr. Er hatte uns vorgewarnt, dass zurzeit nicht so viele Tiere zu sehen seien.

Aber er lag total falsch. Wir sahen zwei riesige Büffelherden, immer wieder große Elefantengruppen, Unmengen von Flusspferden, Antilopen und sogar Giraffen. Es war zwar tierisch heiß in der Maschine, aber das war wirklich der einzige winzige Makel. Dass ich neben dem Piloten sitzen konnte war ein zusätzliches Highlight. Das war definitiv der schönste Flug meines Lebens.
Bilder gibt es später. Hab (wieder mal) keins mit dem Handy gemacht. War zu aufgeregt.

Montag, 17. Dezember 2012

16. Tag: Okavango-Delta

Schon wieder war frühes Aufstehen angesagt, immerhin konnten wir heute aber zum ersten Mal die Zelte stehen lassen. Mit ein paar Cornflakes und einem Kaffee im Magen folgten wir den lokalen Guides zu einer diesmal etwas längeren Wanderung, die uns zunächst nach einer zehnminütigen Mokoro-Fahrt auf eine andere Insel führte. Dort sahen wir immerhin ein paar Antilopen, die unser Guide als Red Litschi bezeichnete. Nun, bisher dachte ich, Litschi wären diese kleinen glitschigen Früchte, aber vielleicht heißen sie ja wirklich so. Weiter ging es auf einem Zebrapfad auf eine andere Insel, durch Matsch und knietiefes Wasser. Das hatte schon deutlich mehr Abenteuer-Touch als der gestrige Tag. Wir sahen dort zwar auch nicht mehr, aber es war trotzdem schön. Zurück im Camp nach mehr als drei Stunden hatten wir alle mächtigen Hunger.

Sonntag, 16. Dezember 2012

15. Tag: Maun - Okavango-Delta

Der Tag begann mit einer bösen Überraschung. Während der Nacht hatte ich das Gefühl, mir die linke Nackenseite verbrannt zu haben. Nun, das wäre bei der kräftigen Sonne durchaus möglich. Am Morgen fühlte ich zunächst mit der Hand und spürte eine Blase. Ich bat Heike, nachzuschauen, und bekam ein "Oh, oh" zu hören. Es war nicht nur eine Blase, es waren gleich mehrere kleine und vier große, etwa einen Zentimeter lang und einen halben breit und hoch. Ich erinnerte mich, dass am Abend etwas an meinen Hals geflogen und ein paar Zentimeter gekrabbelt war, bevor ich es abschütteln konnte.

Im Bad traf ich Hendrik, zeigte ihm die Bescherung und er meinte, dass das die Spuren eines Blister-Beetles, also eines Blasenkäfers seien. Ich kann euch sagen, haltet euch von diesen Viechern fern. Es brennt wie die Hölle, über den Tag sind noch ein paar Blasen gewachsen. Wir haben Desinfektionmittel draufgemacht, damit sich möglichst nichts entzündet, wenn eine aufplatzt. Dabei sollte ich das möglichst vermeiden, hat Hendrik herausbekommen und auch Anouk, angehende Ärztin, empfohlen.