Um 3 Uhr wurden wir heute aus dem Schlaf gerissen. Mächtige Donnerschläge und Regentropfen, die zunächst zum Glück nur im Baum landeten, ließen draußen hektische Betriebsamkeit aufkommen. Wir hatten gestern angesichts dicker Wolken schon alles regensicher gemacht. Es war ein mächtiger Guss, aber er hielt nicht lange an. Am Morgen machten wir uns zu fünft auf eine kleine abschließende Wanderung und hatten sogar das Glück, einige Zebras relativ nah zu sehen. Nach dem Frühstück fuhren wir dann mit den Mokoros - diesmal ohne Hippo - und später dem Mercedes-Truck wieder nach Maun. Dort gab es Mittag, und so langsam stieg unsere Aufregung. Heike und ich hatten uns nämlich entschlossen, mit fünf anderen einen Delta-Rundflug zu unternehmen.
Diese 50 Minuten am Nachmittag versöhnten mich völlig mit dem Delta. Es ist einfach unglaublich, wie sich die Landschaft aus der Vogelperspektive darbietet. Die Kanäle zuweilen ausgeprägt wie ein Arteriengeflecht, dann wieder große Wasserflächen. Wenngleich die, wie unser Pilot Paul sagte, im hiesigen Winter deutlich ausgeweitet sind. Dafür hätten wir jetzt das schönste Grün im Jahr. Er hatte uns vorgewarnt, dass zurzeit nicht so viele Tiere zu sehen seien.
Aber er lag total falsch. Wir sahen zwei riesige Büffelherden, immer wieder große Elefantengruppen, Unmengen von Flusspferden, Antilopen und sogar Giraffen. Es war zwar tierisch heiß in der Maschine, aber das war wirklich der einzige winzige Makel. Dass ich neben dem Piloten sitzen konnte war ein zusätzliches Highlight. Das war definitiv der schönste Flug meines Lebens.
Bilder gibt es später. Hab (wieder mal) keins mit dem Handy gemacht. War zu aufgeregt.
Der Traum vom Auswandern – Thomas, Heike und Travelling Pooh haben ihn sich erfüllt und erleben den Alltag nun in Tansania mit völlig neuen Facetten.
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Dienstag, 18. Dezember 2012
Sonntag, 16. Dezember 2012
15. Tag: Maun - Okavango-Delta
Im Bad traf ich Hendrik, zeigte ihm die Bescherung und er meinte, dass das die Spuren eines Blister-Beetles, also eines Blasenkäfers seien. Ich kann euch sagen, haltet euch von diesen Viechern fern. Es brennt wie die Hölle, über den Tag sind noch ein paar Blasen gewachsen. Wir haben Desinfektionmittel draufgemacht, damit sich möglichst nichts entzündet, wenn eine aufplatzt. Dabei sollte ich das möglichst vermeiden, hat Hendrik herausbekommen und auch Anouk, angehende Ärztin, empfohlen.
Samstag, 15. Dezember 2012
14. Tag: Divundu - Maun
Die Grenzüberquerung nach Botswana war eine sehr angenehme Erfahrung. So lockere Grenzbeamte haben wir noch nie erlebt. Es ging alles sehr schnell und problemlos. Dann fuhren wir ein paar Stunden durch eine sich eigentlich nicht verändernde Landschaft. Grün, viele Bäume, viele Esel. Immer mal ein paar kleine Dörfer, wenig Menschen. Aber das erste Mal seit Beginn der Tour wieder Afrika. Bunte Kleider, Waren, die auf den Kopf transportiert werden. Keine Weißen mehr. Der Truck schnurrte brav die akzeptablen Straßen entlang, bis wir nach 450 km unser Ziel, das Städtchen Maun, erreichten.
Hier konnten wir uns noch einmal mit Wasser und Knabbereien für die nächsten Tage eindecken, denn morgen geht es ins Okavango-Delta. Im etwas außerhalb gelegenen Camp Sitatunga trafen wir mit Ben und Sharna aus England die letzten beiden Mitreisenden, die uns bis zu den Victoria-Fällen begleiten werden. Die Hitze des Tages konnten wir im Pool und später mit ein paar kühlen Getränken an der Bar etwas abmildern. Es war der heißeste Tag bisher, über 40 Grad im Schatten. Und dazu auch noch die durch das Delta bedingte Feuchtigkeit - das ist ganz schön anstrengend. Es gab heute auch mal ein paar dunkle Wolken. Aber keinen Regen. Mal schauen, was uns die nächsten Tage erwartet.
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