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Montag, 30. Juni 2014

Heiraten mal anders


Kisioki (links) hält das Köfferchen mit dem kompletten Hab und Gut seiner künftigen zweiten Frau (3.v.l.)

Ist das Leben bei den Maasai an sich schon ein völlig anderes, so trifft das erst recht für die Feiern zu. Nehmen wir die Hochzeit unseres Askari (Wächter) Kisioki. Der hat schon eine Frau und mit ihr drei Kinder. Nun hatte ihn ein Vater aus einem Dorf nicht weit entfernt gefragt, ob er nicht seine Tochter heiraten wolle. Er halte ihn, so der Brautvater zur Begründung, für einen anständigen Mann. Kisioki überlegt nicht allzu lange, zumal die Mitgift mit acht Rindern nicht allzu hoch war, und willigte ein. Schließlich war er ja auch im Vergleich zu den meisten anderen Maasai, die mehr Frauen haben, bisher deutlich im Hintertreffen.

Grüße aus Tinga Tinga

Wir waren zu einer Maasai-Hochzeit eingeladen - ein echtes Erlebnis. Die Einzelheiten lest ihr bald hier im Blog.

Samstag, 24. Mai 2014

Maasai, Askari, Freund - Zu Gast bei Kisioki

Wir besuchten unseren Freund Kisioki in seiner Boma, die zum Dorf Tinga Tinga gehört. Im Hintergrund der Mt. Meru.
Wie die Zeit vergeht. Heute vor einem halben Jahr sind wir in Tansania angekommen. Um zu bleiben. Für wie lange? Die Frage stellen wir uns nicht wirklich. Auf jeden Fall für einige Jahre. Unglaublich, dass es fast 25 Jahre nach dem Fall der Mauer gedauert hat, bis ich für mich so richtig realisiert habe, was Freiheit bedeutet. Nicht nur, zu reisen, wohin man will. Nein, auch zu leben, wo man will. Und vor allem zu gehen, wann man will. Nicht gefesselt zu sein an einen Job, der immer mehr zur Qual wird wegen Chefs, die einem das Leben immer schwerer machen. Das galt für Deutschland Ende November 2013, und das gilt vielleicht auch eines Tages für Tansania. Aber es erschreckt mich nicht. Ich glaube, ich bin jetzt erst wirklich zum Weltbürger geworden. Meine Heimat ist Arnstadt. Aber zuhause bin ich dort, wo Heike ist. 

Mittwoch, 18. Juli 2012

PS - Pooh Scriptum (2)

Das BeachCrab Resort - ein bärig guter Platz zum Entspannen
Na endlich. Mein Mensch hat wieder mal was geschrieben. Es ist ja wirklich nicht leicht für einen mitteilungsbedürftigen Bären wie mich, lauter Sachen erzählen zu wollen, sie aber nicht aufschreiben zu dürfen. Und ich bin doch auch so vergesslich. Aber Thomas hat mir verboten, über Dinge zu schreiben, die er noch nicht im Blog verewigt hat. Und dann sitzt er erst tagelang rum und bearbeitet Tausende von Bildern, bevor er endlich mal einen Text verfasst. "Es irrt der Mensch, so lang er lebt" - hat mal ein großer Bärenphilosoph gesagt. Er liegt sowas von richtig.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Ein Tag und eine Nacht bei den Maasai

Begrüßung mit Gesang und Tanz im Maasai-Dorf.
Gleich mal eine kleine Warnung. Das könnte heute mal wieder etwas länger werden. Es war aber auch spannend, interessant, überraschend, einzigartig, unvergesslich. Was? Ach so. Unser Besuch im Olpopongi-Village der Maasai westlich des Kilimanjaro. Dorthin begleiteten wir Madeleines Bruder Michael und seine Freundin Karo - zwei Noch-Stadtilmer bei ihrem Familienbesuch. Auch für uns ein Stück Heimat - und dazu dann der Kontrast einer wirklich fremden Welt. Ich versuche, ein bisschen von der Faszination hier niederzuschreiben.