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Freitag, 3. Mai 2013

Zwiespältiges Ghana

Elmina Castle - das älteste von Europäern errichtete Gebäude in Afrika. Von hier wurden tausende Skaven verschifft.

Wir sind wieder in Togo. Ehrlich gesagt ist es das erste Mal, dass wir erleichtert waren, ein Land wieder zu verlassen. Dabei sind wir wirklich nicht zimperlich, auch einem Abenteuer nicht abgeneigt. Und Ghana ist ein schönes Land, das noch viel mehr zu bieten hat außer dem, was wir gesehen haben – eine Küste mit zum Teil traumhaften Stränden, riesige Lagunen, gesäumt von wahren Palmenwäldern. Fischer bis zum Bauch im Wasser oder in meist farbenfrohen Booten, die ihrem Tagwerk nachgehen. Dazu eine reiche, wenn auch blutige Kolonialgeschichte, die vor allem an drei Castles und dutzenden Forts entlang der Küste nachvollziehbar ist. Man fühlt sich sicher, kann beruhigt selbst durch kleine Gassen gehen und nette Menschen treffen, mit denen man leicht in Kontakt kommt, ohne dass sie gleich zu aufdringlich werden. Hilfsbereit sind die Ghanaer, zuvorkommend, angenehme Menschen - bis auf die Uniformierten.

Montag, 29. April 2013

Schlechter Start

Was war das heute für ein Tag! Zwei Stunden Ghana-Grenzbürokratie, dann nach endloser Diskussion am einer Polizeikontrolle 45 Euro Bestechung, um wegen eines fehlenden Feuerlöschers nicht festgenommen und dem Richter vorgeführt zu werden. Neun weitere Polizeikontrollen und vier Mautstellen sowie eine Geschwindigkeitsmessung - ich war langsam genug - auf 360 Kilometern. Kein Wunder, dass wir dafür 10,5 Stunden gebraucht haben. Noch keine Spur davon, dass Ghana das freundlichste Land Westafrikas sein soll. Sieht eher nach einem Polizeistaat aus. 

Dienstag, 28. August 2012

Abenteuer Ruanda - 2. Station Biharamulo

Überdimensionales "Steinmännchen" bei Jomu - nature made
14.45 Uhr - angekommen im Star Light Hotel in Biharamulo gibt es jetzt erstmal einen Milchkaffee, eine Cola und Schokokekse. Dann ein kleines Nickerchen - und dann ein paar Zeilen mehr von unserem Tag heute. - So, da bin ich wieder mit dem Bericht vom Tag. Die heutige Etappe führte uns von Tazengwa/Nzega erst einmal in Richtung Mwanza, dann in Jomu nach Westen über Isaka, Kahama, Runzewe, Nyakanazi und Lusahunga nach Biharamulo. Der Start war allerdings nicht wie geplant.

Montag, 27. August 2012

Abenteuer Ruanda - 1. Station Nzega

Nagelneue Straßen auf weiten Strecken in Tansania
Acht Stunden und 40 Minuten haben wir gebraucht, um die 624 Kilometer von Moshi nach Nzega zurückzulegen. Das heißt, wir sind sogar noch etwas weiter gefahren, nach Tazengwa, in ein Guesthouse, das ich auf den Internet-Seiten eines schwedischen Touranbieters gefunden hatte. Wir haben es dank einer Polizistin und zweier Dorfbewohner dann auch im realen Leben gefunden und bewohnen nun ein Zweizimmer-Appartement mit einem Wohnzimmer, das größer als unseres in Arnstadt ist, einer Küche und einem Bad, die ebenfalls größer als unsere sind und einem Schlafzimmer, das etwa so groß wie unsere Bleibe in Moshi ist. Vor der Tür eine kleine überdachte Terrasse, dann fünf Meter bis zum Swimmingpool. Auto steht bewacht und überdacht, Frühstück ist auch dabei. Ach so, es gibt sogar eine finnische Sauna. Der Hammer, nicht wahr? So viel Luxus hat seinen Preis: Wir zahlen für alles 18 Euro. Ja, in echt.

Montag, 25. Juni 2012

Augen auf nach dem Autokauf

Unser neues Pooh-Mobil.
Es ist ziemlich verrückt, aber wir haben es tatsächlich getan. Wir haben uns ein Auto gekauft. In Afrika. Wir haben überlegt, verneint, wieder überlegt, geschaut, die Arusha-Mailing-Gruppe studiert und letztlich dort selber einen Sucheintrag gemacht. Es gab einige Angebote, aber die meisten weit über unserem Budget. Schließlich hat sich Monika aus Arusha gemeldet - und seit heute haben wir ihn: Unseren Mitsubishi Pajero Intercooler 2800, Baujahr 1996, 101000 km, Automatik. Ist er nicht knuffig?! Schon die erste Fahrt mit ihm war ein Erlebnis.