Der Traum vom Auswandern – Thomas, Heike und Travelling Pooh haben ihn sich erfüllt und erleben den Alltag nun in Tansania mit völlig neuen Facetten.
Posts mit dem Label Elee Kassegne werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Elee Kassegne werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 16. Juli 2008
Abschied von Freunden
Die Abreise rückt näher. Es geht schon ans Zählerablesen und Kaution verrechnen. Noch einmal mache ich mich mit Elee auf, diesmal zur Post, um die Karten abzusenden, sowie in die Universität, um die Rückflüge noch einmal zu checken. Auch hier wieder diese Anerkennung, einfach dafür, dass ich in dieses Land gekommen bin – es ist erstaunlich und erschreckend zugleich. Fast scheint es, als glaube man hier, einen solchen Besuch nicht wert zu sein. Was für ein Unsinn. Man ist es. Und das weit mehr als viele Bewohner unserer Breiten, die nie in der Lage wären, Fremden, noch dazu mit anderer Hautfarbe, mit so viel Offenheit und Herzlichkeit zu begegnen.
Besuch in der Schule
Majas
Fieber ist zurückgegangen, die Bauchschmerzen leider geblieben und noch durch
Übelkeit bis hin zum Erbrechen ergänzt worden. Immerhin aß sie zum Frühstück
eine zerquetschte Banane, leider war der keine allzu lange Verdauung bestimmt.
Während sie sich zuhause ausruhte, liefen wir zu Elees Schule, in der auch
Delphine arbeitet. Ein für hiesige Verhältnisse absolut riesiges Gelände
beherbergt den Ziegelbau, der aufgrund der Ferien fast menschenleer war. Hier
trafen wir die erste Katze in Togo – für Geraldo und Elodie augenscheinlich ein
echter Angstmacher – sowie den schon bekanten Direktor, schauten uns die Pilzzucht
an, mit der man sich hier etwas hinzuverdient, um arme Schüler unterstützen zu
können, und stießen einmal mehr auf regelrechte Begeisterung, wenn die Menschen
erfuhren, wer wir sind, woher wir kommen und was uns nach Togo geführt hat. Dienstag, 15. Juli 2008
Maja hat Malaria
Maja
ging es heute Morgen nicht besser, so dass wir uns entschieden, die geplante
Tour in Richtung Norden nach Atakpame ausfallen zu lassen und stattdessen einen
Ruhetag einzulegen. Zumindest wollten wir uns aber die Baustelle von Elees Haus
ansehen und fuhren deshalb die schon bekannte Strecke in Richtung Kpalime bis
an die Stadtgrenze. Hier ging es dann über die bisher huckligsten Buckelpisten
immer weiter in die Natur, zwischendurch gab es mal nur Mais und Bäume, dann
kamen wieder ein paar Häuser, und nach zahlreichen weiteren Ecken waren wir
dann am Grundstück. Hier ist ein neues Wohngebiet im Entstehen, allerdings
völlig anders, als man es in Deutschland gewohnt ist. Die Erschließung solcher
Wohngebiete erfolgt erst im Nachhinein, nicht wie bei uns vorher. Hier sucht
man zunächst eine Wasserstelle – dafür hatte schon jemand in der Umgebung
gesorgt. Dann schafft man eine Zufahrt – die Bezeichnung Straße wäre völlig
unangemessen, selbst Feldweg trifft es nicht wirklich. Und dann baut man schon
die Häuser.
Montag, 14. Juli 2008
Ausflug nach Kpalimé
Das
Programm geht weiter, diesmal stand ein Ausflug in das Landesinnere an. Die
Region um Elees Geburtsstadt Kpalime war das Ziel. Leider wieder ohne Delphine,
die arbeiten musste. Obwohl wir das Gefühl hatten, hier schon am Stadtrand zu
sein, dauerte es noch eine ganze Zeit, bis wir tatsächlich die ununterbrochene
Bebauung hinter uns gelassen hatten. Es wurden immer weniger Autos und
Zweiräder, hinter einer Mautstelle waren wir stellenweise fast allein unterwegs
auf einer überwiegend in sehr gutem Zustand befindlichen Straße. Mensa nutzte
das weidlich aus, bis knapp über 160 trieb er die Tachonadel und brachte uns so
unserem ersten Ziel schnell näher. Und das war nicht irgendetwas, sondern der
höchste Berg Togos. Der Pic D’Agou sorgt für eine Gemeinsamkeit Thüringens mit
Togo. Mit seinen 986 Metern fehlt ihm nämlich ebenso wie dem Großen Beerberg
nur eine Winzigkeit zum Tausender. Vor etwa 200 Jahren soll diese Schallgrenze
hier sogar noch erreicht worden sein – die regenbedingte Erosion ließ den
sandigen Gipfel aber schrumpfen. Sonntag, 13. Juli 2008
Ein Sonntag am Strand
Der
Sonntag war als Ruhetag geplant, und so hatten wir darum gebeten, zum
Abendessen in eine Gaststätte einladen zu dürfen, damit Delphine und ihre
hilfreiche und heftig beschäftigte rechte Hand Jeanne nicht wieder stundenlang
mit der Essenzubereitung beschäftigt sind. Nicht alle widmen sich aber am
Sonntag den uneingeschränkten Freizeitvergnügen. Zum einen zieht es Scharen von
Menschen in allerfeinstem Sonntagsstaat in die zahlreichen Kirchen, zum anderen
haben auch Schneider zu tun, wie wir merkten, denn Elee hatte erst mich bei
seinem Schneider und später auch Heike und Maja bei der Schneiderin seiner Frau
zum Maßnehmen angemeldet, wir sollten togolesisch eingekleidet werden.
Samstag, 12. Juli 2008
Schöne Stunden am Laque Togo
Diesmal
wurden wir (nach einer deutlich besser durchschlafenen Nacht) nicht durch
Klopfen geweckt. Das setzte allerdings bald nach dem Aufstehen ein, diesmal
jedoch nicht als Geräusche an Tür und Fenster, sondern einfach durch Arbeiter,
die den Sonnabend auserkoren hatten, an dem Haus weiter zu bauen, in dem wir
wohnen. Das Auto kam diesmal nur knappe eine halbe Stunde später als
ausgemacht, das war aber auch kein Problem, da das Frühstück ohnehin noch nicht
bereit war. Alle unsere Versuche, uns nützlich zu machen, wurden einmal mehr
vereitelt. Delphine und Jeanne, eine jugendliche Verwandte, die mit bei Elees
Familie wohnt, hatten alles fest im Griff.
Labels:
Afrika,
Delphine,
Elee Kassegne,
Elodie,
Geraldo,
King Mensah,
Laque Togo,
Lomé,
Togoville
Freitag, 11. Juli 2008
Erste Eindrücke von Lomé
Nach
einer unterschiedlich gut verbrachten Nacht – Maja schlief wie ein Stein, Heike
und ich eher wie ein Kurzzeitwecker – wurden wir am Morgen von an Tür und
Fenster klopfenden Einheimischen geweckt. Da wir ohnehin keine Möglichkeit
gehabt hätten, uns mit ihnen zu verständigen, blieben wir noch ein wenig
liegen. Der Reparatur der Toilettenspülung, einer erfrischenden Dusche und der
Aktion „Weckt Maja“ folgte ein leckeres Frühstück bei Elee mit eingangs
erwähntem Kaffee Togo, danach ging es auf in die Stadt. Das heißt, noch nicht
gleich, denn nicht nur die Stoßdämpfer am Auto hatten einen Wechsel nötig,
sondern auch die Batterie. Da letztere für das Fortkommen wichtiger war, wurde
sie getauscht, und schon genossen wir die Fahrt durch die Millionenstadt mit
völlig neuen Eindrücken.
Abonnieren
Posts (Atom)



