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Samstag, 4. Mai 2013

Auswärts essen

Heute waren wir mit Elee und Familie auswärts essen. Dass der Fußweg in die Gaststätte nicht die zehn Minuten lang sein würde, die Elee uns gesagt hatte, war mir schon klar. Es dauerte fast die dreifache Zeit, bis wir entlang der gut befahrenen Hauptstraße, immer wieder geblendet von den unmöglichen Lampeneinstellungen, die Kneipe erreichten. In einer Nebenstraße war links die Küche, auf der anderen Straßenseite die Sitzplätze. Es gab kein Licht, dafür wenigstens laute Musik, die die Autos übertönte. Da ich nichts esse, das ich nicht kenne, wenn ich es nicht wenigstens sehen kann, bestellte ich mir ein Omelette mit Baguette. Heike war mutiger und wollte Fisch. Und sie war wie so oft die Letzte, die ohne Essen da saß. Es kam aber diesmal nicht einfach so später, man hatte es einfach vergessen, in der Küche zu bestellen. So wie man uns auch Getränkeflaschen auf den Tisch stellte, ohne sie zu öffnen. Aber gut, irgendwann kam auch Heikes Essen. Und zwar der Kopf des Fischs. Den sie umgehend zurückgab. Es dauerte ein bisschen, dann wurde ihr die grätenreiche Schwanzflosse vorgesetzt. Also ich war mit meinem Omelette wirklich sehr zufrieden.

Alles Gute zum Geburtstag

Heute ist es soweit, Anke L. aus M. hat Geburtstag. Sie wird zum zweiten Mal 25 - und dazu gratulieren wir und fast ganz Afrika herzlich.

Und da wir vorige Woche unterwegs waren,  wollen wir es heute nicht versäumen, auch Ines G. aus I. nachträglich zum  Jubiläum zu gratulieren.

Mädels, alles Gute für die nächsten 50 - wir freuen uns schon auf die Nachfeiern.

Mittwoch, 24. April 2013

No go in Togo

Der Fetisch-Markt von Lomé war einst eine echte Attraktion, kann man älteren Reiseführern entnehmen. Vor einigen Jahren wurde er an die Peripherie in den Stadtteil Akodésséwa verlegt. Dort ist er immer noch, aber nicht nur weit vom Zentrum entfernt, sondern auch weit davon, eine Attraktion zu sein.

Bei unserer Ankunft auf dem weitgehend schattenfreien, staubigen Karree sahen wir zunächst nur viele an den Außenseiten aufgereihte Tische mit diversen tierischen Produkten. Dann kamen hinter diesen Tischen sechs Männer hervorgesprungen und liefen für afrikanische Verhältnisse beachtlich schnell auf uns zu. Der Grund wurde uns sogleich klar.

Sonntag, 21. April 2013

Im Pfahldorf Ganvie oder Manche haben ein Rad ab

Die Pfahldörfer nördlich von Cotonou sind eine Hauptattraktion Benins
Nach einem aufregenden und erlebnisreichen Tag sind wir wieder in Togo angekommen und genießen die Meeresbrise auf unserer Terrasse. Dabei begann alles ganz friedlich, wenn auch wegen afrikanischer Zeitrechnung nicht ganz zu der Zeit, die wir uns vorgestellt hatten. Wir fuhren zum Lac Nokoue, ein riesiger See nördlich von Cotonou, wo es seit den Zeiten der Sklaverei Pfahldörfer gibt. Dorthin, in die sumpfigen und je nach Jahreszeit überschwemmten Randzonen, hatten sich weite Teile der Bevölkerung zurückgezogen, um der Sklaverei zu entgehen. Sie bauten ihre Häuser auf Pfählen, und logischerweise spielte sich das Leben hauptsächlich auf dem Wasser ab. 

Samstag, 20. April 2013

Auf nach Cotonou

Das ist nicht einfach nur ein abgesoffener Gemüsestand, davor das ist die ebenso abgesoffene Straße
Benin ist das Nachbarland im Osten von Togo, die Grenze ist nur knapp 40 Kilometer von unserem Domizil in Baguida entfernt. Dieses Wochenende reisten wir mit Elee dorthin, um seine Schwester Martine zu besuchen und ein Pfahldorf zu besichtigen. Bis zur Grenze war es dank der zum Teil neu ausgebauten und im weiteren Verlauf in gutem Zustand befindlichen  Küstenstraße kein Problem. Elee hatte mir das Fahren überlassen, damit ich mich in Vorbereitung unserer Tour nach Ghana schon einmal an den westafrikanischen Verkehr gewöhnen kann. An der Grenze stellte ich mich neben zwei Einheimische, wurde aber im Gegensatz zu denen angewiesen, mich wo anders hinzustellen. Beim Rückwärtsfahren winkte mich irgendein Heini erst einmal so weit, dass ich gegen die Wurzel eines Baumes stieß und den hinteren linken Schmutzfänger verlor. Der Typ war selbstredend sofort verschwunden.

Dienstag, 16. April 2013

Zeit spielt keine Rolle

Die zweite Visabeantragung stand heute an, diesmal im Konsulat von Benin. Zwei Passbilder brauchten wir diesmal nur, dafür aber eine Kopie von Pass und Togo-Visum auf einer Seite. Deshalb hatten wir uns zunächst mit Elee um 11 Uhr im Goetheinstitut verabredet, um die Kopien dort zu machen, dann das Visum zu beantragen und uns dann noch mit Victor zu treffen, ein anderer Deutschlehrer, den wir schon zweimal in Lomé besucht haben und der auch schon einmal in Arnstadt bei uns war. Wir hofften von ihm ein paar Informationen für unsere Ghana-Reise zu erhalten, da Elee uns da nicht sehr weiterhelfen konnte.

Montag, 15. April 2013

Gewaltsame Proteste

In Lomé brodelt es. Die Bevölkerung ist unzufrieden mit der Regierung, die Einkommen sind niedrig, die Lebenshaltungskosten steigen. Zurzeit sind es vor allem die Lehrer der staatlichen Schulen, die auf die Barrikaden gehen, Seit zwei Jahrzehnten ohne Gehaltserhöhung sind viele nicht mehr in der Lage, mit ihrem Job ihre Familien zu ernähren. Das wirkt sich selbstverständlich auch auf den Unterricht aus, die Pädagogen sind demotiviert, machen Dienst nach Vorschrift. Und das in Klassen, in denen 60 Kinder eine normale Zahl sind. In den vergangenen Tagen gab es schon mehrfach Streiks, die Schulen blieben geschlossen. Und Demonstrationen. Begleitet von Warnungen der Deutschen Botschaft hier in Lomé, dem Treiben möglichst fernzubleiben.

Und das mit voller Berechtigung. Die Opposition steht hinter den Protesten, versucht, Stimmung gegen die Regierung zu machen. Die reagiert zum Teil mit Demonstrationsverboten, zum Teil mit massiven Polizeiaufgeboten. Schon kurz nach unserer Ankunft war ein Mann bei einer Demo ums Leben gekommen. Heute nun war es bei einer Schülerdemonstration ein 12-Jähriger, der von der Polizei getötet wurde. Genauere Informationen über die Umstände gibt es nicht. Aber es ist zu erwarten, dass das in den kommenden Tagen für weitere Demonstrationen und Zusammenstöße führen wird, wenn die bis ende der Woche angesetzten Gespräche zwischen Regierung, Gewerkschaft und Opposition zu keinem zufrieden stellenden Ergebnis führen. Da ist es vielleicht ganz gut, dass wir das Wochenende erst einmal in Benin verbringen und von Montag bis Freitag nach Ghana reisen.

Nächtliche Überraschung

Das war der schönste Blitz, den ich nach vielen Versuchen aufs Bild bannen konnte. Die Punkte rechts unten sind Schiffe.
Immer, wenn Elee und Familie abgereist sind, regnet es. Das war in der Nacht nach Ostermontag so, in der Nacht nach dem darauffolgenden Sonntag, und auch in dieser Nacht. Nur dass es diesmal gar nicht so aussah. Zwar waren in der Ferne am Abend ein paar dunkle Wolken zu sehen, aber nur ganz leicht ein bisschen Wetterleuchten. Und der Wind kam aus der entgegengesetzten Richtung. Irgendwann wachten wir dann aber von heftigem Wind auf und schlossen schnell die Fenster. Wir holten die Plastestühle von der Terrasse, die beim letzten Gewitter hin und her gewandert waren, und spürten schon die ersten Tropfen, begleitet von dem sich immer wieder erhellenden Himmel.

Donnerstag, 11. April 2013

Mit dem Taxi über den Markt

Autofahren in Lomé unterscheidet sich deutlich von dem in Moshi. Und das nicht nur, weil hier Rechtsverkehr herrscht. Da ist zum einen die Zahl der Fahrzeuge, vor allem der Zweiräder. Unmengen Mopeds und Motorräder fahren hier. Und zumeist, wie es ihnen passt. Gerne auch mal entgegen der Fahrtrichtung, auf vierspurigen Straßen findet man sie rechts, links, in der Mitte und diagonal zwischen den Autos kurven. An den Ampelkreuzungen, von denen es im Vergleich zu unserem vorigen Besuch hier deutlich mehr gibt, schieben sich die Zweiräder an den Pkw vorbei, zur Not auch vor die erste Reihe, und starten dann in einem wilden Gewimmel.

Dienstag, 9. April 2013

Gesunder Büroschlaf

Ein Schläfchen in Ehren - vor unserem Haus
Wir hatten ja in Tansania im Supermarkt schon Mitarbeiterinnen an den Kassen schlafen sehen und in der Steuerbehörde eine Dame im Großraumbüro, deren Kopf schlaftrunken auf die Tastatur gesunken war. Aber unser Erlebnis heute toppt das irgendwie noch einmal. Wir sind mit Elee durch wüste Gassen Lomés gefahren, um die Botschaft von Ghana aufzusuchen. Die liegt wirklich ziemlich abgelegen, und wir wissen auch, warum. Man will nämlich offensichtlich nicht, dass dort Menschen hinkommen und was wollen.

Samstag, 6. April 2013

Geburtstag mit kleinen und großen Kindern

Topfschlagen mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad
Heute ist Melanie vier Jahre alt geworden. Quatre. Wie sie so schön mit ihrem offenen, strahlenden Lächeln sagt, während sie einen mit ihren großen Augen anschaut. Melanie ist die jüngste Tochter von unseren Freunden Delphine und Elee, und wir waren es, die ihr diesen Rufnamen – oder Hausnamen, wie man hier sagt – aussuchen durften. Meist werden die Kinder hier aber in den ersten Jahren mit einer Verniedlichung ihres Namens gerufen. Melanie heißt so Meme, ihre ältere Schwester Elodie hört auf Elo und der große Bruder Geraldo auf Gege (Jeje gesprochen).

Dienstag, 2. April 2013

Ärger mit Togocell

Internet in Afrika war bisher immer eine einfache Sache. Man kauft sich eine Telefonkarte, manchmal muss man sich registrieren, dann erwirbt man Guthaben und sucht sich am Handy einen Datentarif aus, den man mit dem Guthaben bezahlt. Das konnte man in Tansania per Menü oder SMS machen, in den südafrikanischen Ländern, die wir bereisten, immer über das Menü. Nie musste ich dafür eine Hotline in Anspruch nehmen oder gar ein Office aufsuchen. Dazu noch den Zugangspunkt erstellt (was ganz einfach ist, wenn man einmal weiß, wie), schon konnte man surfen. In Tansania zum Beispiel für 10 Euro pro Monat ein Volumen von 5 Gigabyte.

Sonntag, 31. März 2013

Ostern mal anders

Ostereiersuche war für alle hier eine ganz neue Erfahrung
Ostern ist hier in Togo tatsächlich noch ein christliches Fest. Man geht in die Kirche oder man lässt es, aber weiß, dass man es eigentlich tun könnte. Man kann an den Straßen religiöse Bilder kaufen. Aber das war es dann auch schon. Für unsere Freunde war es deshalb eine besondere Überraschung, als wir sie am heutigen Ostersonntag auf der Terrasse zusammenriefen, um ihnen von Elee als Übersetzer die Tradition des Ostereierversteckens nahezubringen. Wir hatten Schokoladenostereier und zwei Bälle gekauft, dazu noch einige Schlüsselbänder, Handy- und Gürteltaschen sowie ein paar andere kleine Geschenke aus Deutschland mitgebracht (ja, die haben wir erst mit nach Tansania genommen). Und die hatten wir im Garten versteckt. Nicht zu schwer, denn wir haben es ja schließlich mit Ostereiersuchneulingen zu tun.

Samstag, 30. März 2013

Schwitzen rund um die Uhr

Im Meer hält man es aus - und sich am einzigen Schwimmer fest
Der März ist in Togo der heißeste Monat des Jahres. Gut, das haben wir gewusst. Dass er aber auch unmittelbar am Meer dermaßen heiß ist, haben wir unterschätzt. Die Temperatur geht kaum mal unter die 30 Grad, die Luftfeuchtigkeit bleibt zumeist beharrlich oberhalb der 80-Prozent-Grenze. Das fühlt sich etwa so an, als würde man in einem großen nassen Schwamm umher spazieren. Da kann nur die unmittelbar einwirkende Meeresbrise etwas helfen.

Freitag, 29. März 2013

Grüße aus Togo

Der Blick von der Terrasse an unserem Schlafzimmer auf das Meer
Ja, wir sind tatsächlich angekommen. Zwar hatte Ethiopian Airlines kurzerhand unseren Flug erst einmal nach Accra, in die Hauptstadt Ghanas, verlängert. Was konkret bedeutete, dass wir unseren Freunden quasi schon von oben winken konnten, als wir Lomé überquerten. Noch einmal zwei Stunden Wartezeit und einen 28-Minuten-Hüpfer später waren wir endlich da.

Da wir noch kein Visum hatten, mussten wir diesmal zwei Formulare ausfüllen. Und 25 Dollar pro Kopf bezahlen. Dann ging die Ausstellung erstaunlich schnell, all unser Gepäck war da und wir kamen ohne Probleme durch die Gepäckkontrolle, obwohl wir zwei Koffer öffnen mussten. Draußen warteten Elee und sein Bruder Roger mit einer Büchse voll mit Beckers Premium-Pils - eine schöne Überraschung. Die nächste erlebten wir, als sich die üble Holperpiste nach Baguida als nunmehr feine vierspurige Asphaltstraße erwies, was die Fahrzeit selbstverständlich deutlich verkürzte.

Elee (links), Roger und das Beckers Premium-Pils (Mitte)
Hatten wir geglaubt, temperaturtechnisch keine Probleme zu haben, so wurden wir schnell eines besseren belehrt. 35 Grad bei über 80 Prozent Luftfeuchtigkeit machen auf Dauer nicht wirklich Spaß. Aber wir müssen in der Hitze ja zum Glück nicht arbeiten, sondern können uns entspannen.

Im Haus in Baguida, dem Chateau de la Mer, warteten schon Delphine und die Kinder und fielen uns jubelnd in die Arme. Selbst bei Melanie keine Spur mehr von Angst vor uns Weißen. Es war richtig rührend, und besonders gefreut haben wir uns, dass sie uns alle in Deutsch begrüßt haben. Es ist schön, wieder hier zu sein.

Samstag, 23. März 2013

Und wieder mal eine Flugplanänderung

Es scheint, also wollte uns irgendwas noch nicht auf Tansania weglassen. Als ich heute morgen schauen wollte, ab wann wir online einchecken können, freute ich mich zunächst über die 48 Stunden vorher, die Etiopian Airlines dafür anbietet. Einmal auf der Seite checkte ich unsere Flugzeiten, nicht dass es noch eine Änderung gibt. Gab es tatsächlich, und zwar von 4.05 Uhr auf 4.25 Uhr. Da habe ich mir noch nichts bei gedacht. Hatten ja schließlich zwei Stunden und zehn Minuten Zeit in Addis.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Abschied von Freunden




Die Abreise rückt näher. Es geht schon ans Zählerablesen und Kaution verrechnen. Noch einmal mache ich mich mit Elee auf, diesmal zur Post, um die Karten abzusenden, sowie in die Universität, um die Rückflüge noch einmal zu checken. Auch hier wieder diese Anerkennung, einfach dafür, dass ich in dieses Land gekommen bin – es ist erstaunlich und erschreckend zugleich. Fast scheint es, als glaube man hier, einen solchen Besuch nicht wert zu sein. Was für ein Unsinn. Man ist es. Und das weit mehr als viele Bewohner unserer Breiten, die nie in der Lage wären, Fremden, noch dazu mit anderer Hautfarbe, mit so viel Offenheit und Herzlichkeit zu begegnen.

Besuch in der Schule


Majas Fieber ist zurückgegangen, die Bauchschmerzen leider geblieben und noch durch Übelkeit bis hin zum Erbrechen ergänzt worden. Immerhin aß sie zum Frühstück eine zerquetschte Banane, leider war der keine allzu lange Verdauung bestimmt. Während sie sich zuhause ausruhte, liefen wir zu Elees Schule, in der auch Delphine arbeitet. Ein für hiesige Verhältnisse absolut riesiges Gelände beherbergt den Ziegelbau, der aufgrund der Ferien fast menschenleer war. Hier trafen wir die erste Katze in Togo – für Geraldo und Elodie augenscheinlich ein echter Angstmacher – sowie den schon bekanten Direktor, schauten uns die Pilzzucht an, mit der man sich hier etwas hinzuverdient, um arme Schüler unterstützen zu können, und stießen einmal mehr auf regelrechte Begeisterung, wenn die Menschen erfuhren, wer wir sind, woher wir kommen und was uns nach Togo geführt hat.

Dienstag, 15. Juli 2008

Maja hat Malaria


Maja ging es heute Morgen nicht besser, so dass wir uns entschieden, die geplante Tour in Richtung Norden nach Atakpame ausfallen zu lassen und stattdessen einen Ruhetag einzulegen. Zumindest wollten wir uns aber die Baustelle von Elees Haus ansehen und fuhren deshalb die schon bekannte Strecke in Richtung Kpalime bis an die Stadtgrenze. Hier ging es dann über die bisher huckligsten Buckelpisten immer weiter in die Natur, zwischendurch gab es mal nur Mais und Bäume, dann kamen wieder ein paar Häuser, und nach zahlreichen weiteren Ecken waren wir dann am Grundstück. Hier ist ein neues Wohngebiet im Entstehen, allerdings völlig anders, als man es in Deutschland gewohnt ist. Die Erschließung solcher Wohngebiete erfolgt erst im Nachhinein, nicht wie bei uns vorher. Hier sucht man zunächst eine Wasserstelle – dafür hatte schon jemand in der Umgebung gesorgt. Dann schafft man eine Zufahrt – die Bezeichnung Straße wäre völlig unangemessen, selbst Feldweg trifft es nicht wirklich. Und dann baut man schon die Häuser.

Montag, 14. Juli 2008

Ausflug nach Kpalimé

Das Programm geht weiter, diesmal stand ein Ausflug in das Landesinnere an. Die Region um Elees Geburtsstadt Kpalime war das Ziel. Leider wieder ohne Delphine, die arbeiten musste. Obwohl wir das Gefühl hatten, hier schon am Stadtrand zu sein, dauerte es noch eine ganze Zeit, bis wir tatsächlich die ununterbrochene Bebauung hinter uns gelassen hatten. Es wurden immer weniger Autos und Zweiräder, hinter einer Mautstelle waren wir stellenweise fast allein unterwegs auf einer überwiegend in sehr gutem Zustand befindlichen Straße. Mensa nutzte das weidlich aus, bis knapp über 160 trieb er die Tachonadel und brachte uns so unserem ersten Ziel schnell näher. Und das war nicht irgendetwas, sondern der höchste Berg Togos. Der Pic D’Agou sorgt für eine Gemeinsamkeit Thüringens mit Togo. Mit seinen 986 Metern fehlt ihm nämlich ebenso wie dem Großen Beerberg nur eine Winzigkeit zum Tausender. Vor etwa 200 Jahren soll diese Schallgrenze hier sogar noch erreicht worden sein – die regenbedingte Erosion ließ den sandigen Gipfel aber schrumpfen.