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Donnerstag, 1. November 2012

Endlich wieder ein bisschen Regen

Endlich wieder etwas Erfrischung vom Himmel
Die Natur kennt sich aus. Wir haben die bisher heißesten Tage hinter uns, und dennoch blühten manche Bäume wie verrückt, immer mehr Ameisen und anderes Krabbelgetier tauchten auf, heute gab es sehr viele Schmetterlinge zu sehen. Als ob sie alle wüsten, dass es bald Regen gibt, kamen sie aus ihren Löchern. Für baldige Niederschläge, so sagen die Einheimischen, spreche auch, dass es unter einer bestimmte Baumart hier tropft, als hätte es schon Regen gegeben. Angeblich eine Reaktion im Vorgriff auf Wassernachschub und tatsächlich zu viel Wasser, als es Mdudu, Insekten, verursachen könnten (ähnlich unserer heimischen Blattläuse).

Montag, 29. Oktober 2012

Unheimliche nächtliche Begegnung

Manchmal ist es echt gut, nicht zu früh ins Bett zu gehen. Da es den ganzen Tag hier im Rose Home kein Wasser gab, wollten wir uns sicherheitshalber noch mit ein paar Reserven am Tank eindecken. Heike machte bei der Rückkehr in unser Zimmer ein Geräusch, das mich sehr besorgt in die Richtung schauen ließ, in die sie ihren Blick fixierte. Und da sah ich sie, eine wirklich große Spinne. Unter der Zimmerdecke. Während ich Hilfe in Person unseres Nachtwächters Paolo holte, machte Heike heldenhaft dieses Bild. Paolo drehte postwendend um, nachdem er des Ungetüms ansichtig wurde, und eilte sich, um kurz darauf mit Insektenspray wieder zu kommen. Das sprühte er in rauer Menge auf das Tier, das zappelnd zu Boden fiel und dort weitere Ladungen abbekam. Mit dem Besen wurde die Spinne hinausbefördert, draußen gab es noch eine Ladung. "Finish", sagte Paolo strahlend, und ließ uns mit unserem Schock zurück. Der wurde noch etwas größer, als ich im Internet suchte und fand, wer da unser Gast war. Und das ist sie: Pterinochilus chordatus - Kilimanjaro Baboon Spider - die Kilimanjaro Vogelspinne. Mit ihren Beinen locker handtellergroß. Ich glaube, das wird keine angenehme Nacht. Obwohl. Es gibt da in Wikipedia diesen beruhigenden Satz: Der Biss der Spinne ist für den Menschen nicht gefährlich, aber sehr schmerzhaft. Schönen Dank auch.

Dienstag, 21. August 2012

Invasion fliegender Termiten

Wer schon mal schwärmende Ameisen gesehen hat, der kann sich vielleicht vorstellen, was wir gerade den zweiten Abend erleben. Hier fliegen nämlich, wohl ausgelöst durch den starken Regen am Sonntag, die Termiten. Nur dass die nicht wenige Millimeter, sondern etwa 2 Zentimeter lang und entsprechend dicker sind. 4 Flügel haben sie, gut doppelt so lang wie der Körper. Innerhalb weniger Minuten waren es jeweils hunderte Insekten, die jede Lichtquelle hier umschwirrten. Bis sie schwächer wurden und zu Boden fielen. Das war ein Festmahl für die Geckos. Ein paar Termiten schafften es, sich zu paaren. Hoffentlich ziehen sie hier nicht ein. War schon unheimlich, die großen Brummer zu erleben. Wir haben schnell die Lichter ausgemacht und uns ins Innere verzogen. Als heute die ersten anschwirrten, waren wir schneller - dadurch haben wir eine zweite Invasion verhindert. Brrrr.

Sonntag, 22. Juli 2012

Menschen, die auf Hühner schauen

Es ist Sonntag. Frühstückszeit. Die Sonne scheint - selten am Morgen im tansanischen Winter. Die Luft ist mild, sanft, fast seidig. Knuspriger Toast steht auf dem Tisch, Erdbeerkonfitüre, Honig, Knuspermüsli. Orangensaft. Kakao. Und Frühstückseier. Die sind aus dem Markt, nicht von Ginger2, die munter pickend über den Rasen läuft. Ob sie abgehauen ist? Eigentlich dürfen die Hühner erst nach dem Mittag aus dem Gatter. Ginger ist nicht mehr unter ihnen - die gab es irgendwann mal für die Gäste. Mal schauen, wie lange Ginger2 unter den Lebenden weilt. Neuigierig wie sie ist, steckt sie schon mal den Kopf in die Küche. Und schiebt den Körper hinterher. Diesmal kommt sie noch wieder raus.

Samstag, 16. Juni 2012

2 Uhr morgens oder Der Kampf mit dem Swahili Teil 2

In Ostafrika ist die Zeit anders. Sagte mir dieser Tage mein Swahili-Lehrer Frank. Und er meinte das nicht nur im übertragenen Sinne. In dem würde ich nämlich sagen, dass in ganz Afrika die Zeit anders ist. Als in Deutschland. Eigentlich in der ganzen Welt, hatte ich bisher auf meinen Reisen das Gefühl. Aber Frank meint das nicht metaphorisch. Sondern ganz ernsthaft.

Samstag, 9. Juni 2012

Die schöne Welt des Nichtstuns

Vor lauter Nichtstun haben wir hier gar keine Zeit für irgendetwas anderes. So könnte das Fazit der ersten Tage lauten. Allerdings haben wir, wenn ich mir so meine Aufzeichnungen anschaue, doch so einiges gemacht und erlebt. Nur nach Online-Kommunikation stand mir nicht der Sinn. Auch, weil die Verbindung hier immer wieder gemacht hat, was sie will. Jetzt scheine ich aber eine stabile Einstellung gefunden zu haben. Also hier mal wieder ein Lebenszeichen von uns.

Samstag, 2. Juni 2012

Angekommen

Auch ohne Segen kamen wir gut an.
13 Stunden ist es her, da klingelte in Dar unser Wecker. Eine Dreiviertelstunde später waren wir an der innerstädtischen Haltestelle von Kilimanjaro Express die ersten, außer einem Kaffee auf Holzkohle erhitzenden jungen Burschen. Wenig später kam ein Mann, der uns zumindest zeigte, dass wir nicht die einzigen Frühaufsteher waren. Er kommt aus Kenia, wir plauderten ein bisschen und er lud mich zu einem Kaffee ein.

Dienstag, 20. Januar 2009

Bauhaus am Kilimanjaro

Es heißt Abschied nehmen von Tansania, von Moshi und vom Kilimanjaro – der sich uns heute Morgen noch einmal lange Zeit wolkenfrei in seiner ganzen Pracht präsentierte. Den Vormittagsbummel durch Moshi hielten wir bewusst kurz – wegen muskelverkaterter Beine und blasengeplagter Füße, aber auch wegen der aufdringlichen Straßenhändler und der großen Hitze.

Montag, 19. Januar 2009

Löwe, Elefant & Co.


Was für ein Erlebnis! Erst hörten wir nachts aus unseren Zelten heraus Elefanten und Hyänen, dann sahen wir am Morgen in Nähe der Zelte Haufen, wie sie ausgewachsenen Büffel hinterlassen. Ein weiterer wunderschöner Sonnenaufgang wurde vervollkommnet durch ein weiteres leckeres Frühstück, wie man es auch in einem Hotel kaum besser bekommen kann.

Samstag, 17. Januar 2009

6. Tag: Zum höchsten Punkt Afrikas – und zurück

Barafu Camp 4600m – Uhuru Peak 5895m – Mweka Camp 3100m – Mweka-Gate 1700m

Nachdem wir um 23 Uhr aus unseren Zelten gekrochen waren – geschlafen haben wir fast gar nicht –, gab es noch einen heißen Tee, ein paar Kekse und warmes Wasser für unsere Trinkbeutel. Dann waren wir abmarsch- bereit. 23.30 Uhr begannen wir den Aufstieg auf den Kibo. Die stürmischen Winde, die wir an unseren Zelten gehört hatten, entpuppten sich zum Glück nur als leichte Windböen.